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#13 Portfolio-Update Juli 2026: CME Group, Comcast & 9 Werte zum Nachkauf

Autor: The Dividend Post (Clemens)
3 Juli 2026

Das zweite Quartal 2026 war ein Quartal der Gegensätze. Über weite Strecken bestimmten die Notenbanken, geopolitische Spannungen und die üblichen Anpassungen zum Quartalsende das Geschehen. Zusammengefasst hinterließen sie ein Marktbild, das sich am ehesten als zerrissen beschreiben lässt. Unter der Oberfläche der Indizes vollzog sich eine spürbare Verschiebung: weg von den bisherigen Anführern der Euphorie-Rally, hin zu Bereichen, die zuvor eher im Schatten gestanden hatten.

Die Frage, die den Markt weiterhin beschäftigt, lautet: Wie schnell lassen sich die massiven Investitionen in KI-Infrastruktur tatsächlich in nachhaltige Gewinne übersetzen? Zwischen den Hyperscalern, die diese Investitionen stemmen, und den Infrastruktur-Werten, die von ihnen entlang der Wertschöpfungskette profitieren, verläuft dabei eine feine Linie. Irgendwann stellt sich zwangsläufig die Frage nach dem Kipppunkt: Ab wann schlägt überbordende Euphorie in Ernüchterung um? Ein Blick auf den Fear-&-Greed-Index verdeutlicht, wie schnell die Stimmung zwischen Gier und Angst pendeln kann.

Da die Rally in den letzten Monaten zu einem großen Teil von KI- und Halbleiter-Aktien angeführt wurde und hier teils massive Zugewinne entstanden, ist eine Korrektur in ebendiesen Aktien zunächst aber auch wenig überraschend und für den breiten Markt möglicherweise sogar als ein gesundes Signal zu werten. Dass im Moment nicht alles schlecht ist, zeigt ein Blick auf den S&P 500 Equal Weighted Index. Dieser Index gewichtet alle 500 Aktien des S&P 500 gleich stark. Er befindet sich auf einem neuen Allzeithoch.

Auffällig ist außerdem, dass nicht nur der Technologiesektor schwächer war. Auch andere, nicht-defensive Sektoren wie Nichtbasiskonsum und – aufgrund der Sektorenzusammensetzung – Kommunikation kamen unter Druck. Auf der Gewinnerseite standen dagegen eher defensive oder bislang weniger stark gelaufene Sektoren. Gesundheit, Versorger, Immobilien und teilweise Industriewerte entwickelten sich deutlich besser. Damit setzt sich eine defensive Sektoren-Rotation fort: Kapital fließt aus den bisherigen Gewinnern in Bereiche, die entweder günstiger bewertet sind, stabilere Cashflows bieten oder von einer breiteren Marktrotation profitieren.

Angesichts dieser Rahmenbedingungen bildet die monatliche Bestandsanalyse einen festen Bestandteil meines Investmentprozesses. Zu Beginn eines jeden Monats ermittle ich systematisch die für meine Strategie passenden Nachkauf-Kandidaten. Dabei ist mir wichtig, transparent zu machen, wie ich bei jenen Unternehmen vorgehe, die aus einer rein „fundamentalen Perspektive“ für einen Nachkauf in Frage kämen. Insbesondere die Nachvollziehbarkeit der Gründe, warum sich zum aktuellen Zeitpunkt eine Aufstockung im Einklang mit meinem Regelwerk anbietet, ist der Kern dieser Analyse.

Zunächst blicke ich auf die Investments des vergangenen Monats. Wohin die monatliche Tranche floss oder ob ich doch die Liquiditätsreserve erhöhte, bildet den Ausgangspunkt, ehe ich im zweiten Teil mit der Ermittlung potenzieller Nachkäufe in Form eines Ausblicks fortsetze. Legen wir los!


Die Investments im Juni

Im letzten Portfolio-Update berichtete ich über meine Nachkäufe im Mai. Unter Hinzunahme dieser Transaktionen ergibt sich die folgende Sektorenverteilung, gemessen am investierten Kapital, mit Stichtag 31.5.2026:

Sektor nach Global Industry Classification Standard (GICS) Zielkorridor für Invest (in %) Status 31.5.2026 Aktuell investiert (in €)
Basiskonsum 15.0% 14.6% 9 505.08
Industrie 13.0% 12.8% 8 343.78
Finanzen 13.0% 14.1% 9 186.88
Gesundheitswesen 13.0% 12.7% 8 277.16
Informationstechnologie (IT) 13.0% 13.6% 8 842.09
Grund- und Rohstoffe 10.0% 8.6% 5 613.18
Nicht-Basiskonsum 8.0% 8.5% 5 564.64
Kommunikation 5.0% 4.5% 2 913.16
Versorger 5.0% 5.8% 3 806.47
Energie 5.0% 4.8% 3 145.38


Auf Basis dieser Ausgangslage habe ich im Juni zwei Transaktionen durchgeführt. Hier der Überblick:

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Die Juni-Transaktionen im Überblick (Quelle: parqet*)

Die CME Group ist für mich ein Basisinvestment in die Finanz-Infrastruktur. Ob der vor Kurzem angekündigte Vorstandswechsel der Grund für die jüngste Kursschwäche ist, bezweifle ich stark. Unbestritten ist, dass mit CEO Terry Duffy eine wahre Koryphäe der internationalen Börsenszene von Bord gehen wird. Ungeachtet dessen habe ich zwei Aktien der CME Group zum Preis von 247,75 USD erworben.

Total Return_CME_20260703

Total Return der CME Group (Quelle: aktien.guide*)

Hier geht’s zum CME-Beitrag

Über die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells der großen Telekommunikationsunternehmen gibt es kontroversielle Meinungen. Ich für meinen Teil denke mir, dass diese kritische Infrastruktur als Backbone der Digitalisierung seit Jahren unter ihrem Wert gehandelt wird. Ob diese Einschätzung richtig ist, wird sich wohl erst in ein paar Jahren herausstellen. Derweil ist mein dritter (und günstigster) Nachkauf von Comcast verbucht. Mitte Juni wurden mir 10 Stück von Comcast zum Preis von 23,50 USD je Aktie eingebucht. Das letzte Mal hatte ich ein Update über den Kommunikationskonzern im Zuge der mittlerweile abgeschlossenen Versant-Abspaltung geschrieben. Nun plant das Konglomerat, sich in zwei separate Unternehmen zu teilen. Ich werde mir die jüngste Entwicklung von Comcast in den nächsten Monaten genauer anschauen und danach entscheiden, wie ich bei diesem Investment weiter vorgehe.

Total Return_Comcast_20260703

Total Return von Comcast (Quelle: aktien.guide*)

Hier geht’s zum Comcast-Beitrag


Standortbestimmung – Märkte von oben

Wie es sich für ein Portfolio-Update auf diesem Blog gehört, werfe ich zum Einstieg in die Bestandsanalyse einen Blick auf die Indexebene: Anhand des S&P 500 lässt sich ein Stimmungsbild zur aktuellen Bewertung nach dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ableiten. Die Gründe, weshalb das KGV auf Indexebene mit Vorsicht zu bewerten ist, sind mir bewusst: Verzerrungen durch Ausreißer, überproportionale Beeinflussung durch Schwergewichte wie die Big-Tech-Werte oder Veränderungen der Indexzusammensetzung im historischen Vergleich. Sei’s drum. Aktuell liegt das KGV mit 25,7 um fast fünf Punkte über dem Zehnjahresdurchschnitt. Infolge des jüngsten Kursanstiegs im Vergleich zum letzten Update ist der S&P 500 damit im ausgewählten Zeitraum insgesamt stark überbewertet.

Bewertung S&P 500_202607

Die Bewertungslage im S&P 500 (Quelle: aktienfinder.de)

Der STOXX Europe 600, der die Marktlage in Europa abbildet, umfasst die 600 größten börsennotierten Unternehmen Europas und beschränkt sich im Gegensatz zum EURO STOXX 50 nicht nur auf die Eurozone. Wichtige Länder wie Dänemark, Großbritannien, Norwegen oder die Schweiz sind in diesem Index berücksichtigt. Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre war der STOXX Europe 600 mit einem KGV von 15,4 bewertet. Aktuell liegt dieses bei 17,7, was insgesamt einer Überbewertung entspricht.

Bewertung STOXX Europe 600_202607

Die Bewertungslage im STOXX Europe 600 (Quelle: aktienfinder.de)

Als komplementären und gleichzeitig abschließenden Schritt meiner ersten Orientierungsphase auf der Makroebene ergänze ich die Bewertungslagen der beiden Indizes um die folgende Darstellung, in welcher die Earnings Yield des S&P 500 mit der Rendite von zehnjährigen US-Staatsanleihen (Treasuries) verglichen wird.

Earnings Yield Treasuries S&P 500_202607

S&P 500 Earnings Yield vs. US10Y Yield (Quelle: gurufocus.com)

Die Earnings Yield des S&P 500, berechnet als umgekehrtes KGV, gibt an, wie viel Gewinn ein Investor für jeden investierten Dollar erhält. Im Vergleich zur Rendite von US-Staatsanleihen hilft sie zu beurteilen, ob Aktien verglichen mit Anleihen attraktiv bewertet sind. US-Staatsanleihen gelten nach wie vor als risikoarm, während Unternehmensaktien mit einem höheren Risiko verbunden sind. Eine höhere Earnings Yield gegenübergestellt zur Anleihenrendite kann darauf hindeuten, dass Investoren für das zusätzliche Risiko von Aktien besser kompensiert werden – wie die obige Grafik derzeit klar zeigt, ist das nicht der Fall. Insgesamt bietet dieser Vergleich Einblicke in die relative Attraktivität von Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren. Persönlich ist er für meine Anlageentscheidung kaum von Bedeutung, erweitert als zusätzlicher Datenpunkt jedoch meine subjektive Einschätzung der gegenwärtigen Börsenlage.


Deep-Dive: Echtgeld-Portfolio

Für die Frage, ob ich meine Bestandspositionen aufstocke oder mein hart erarbeitetes Geld vorerst der Liquiditätsreserve zuführe, sind zum einen der individuelle Investmentprozess und zum anderen das zugrunde liegende Regelwerk entscheidend.

Das folgende Schema verwende ich seit einigen Monaten für die Ermittlung potenzieller Nachkäufe. Die vier Prozessschritte kurz zusammengefasst:

1) Qualitäts-Check: Ist der Investment Case weiterhin valide? ✅

2) Ist der Sektor im Verhältnis zur Zielallokation nicht übergewichtet? ✅

3) Sind in einem Einzelwert nicht mehr als 5 Prozent des eingesetzten Kapitals investiert? ✅

4) Liegt die aktuelle Bewertung unter bzw. nahe dem Dreijahresdurchschnitt (EV/EBITDA bzw. KBV bei Banken und Versicherungen)? ✅

Erster Schritt

Die Frage nach der Qualität der einzelnen Unternehmen habe ich im Rahmen der Investment Cases ausführlich erläutert. Dieser „Quality-Check“ stellt somit den ersten Schritt der Bestandsanalyse dar. Denn nur wenn ich weiterhin von der Qualität eines Unternehmens überzeugt bin, kommt der Einzelwert für einen Nachkauf in die engere Auswahl. Anderenfalls schrecke ich auch nicht davor zurück, mich von dem einen oder anderen Unternehmen zu trennen, wenn meine Investmentthesen nicht erfüllt sind.

Hier geht’s zu allen Investment Cases

Zweiter Schritt

Ich verfolge einen Top-Down-Ansatz, verzichte dabei jedoch vollständig auf eine detaillierte Analyse makroökonomischer Faktoren wie große wirtschaftliche Trends, Zinssätze, Inflation, geopolitische Ereignisse und das Wirtschaftswachstum.

Die Unternehmensauswahl orientiert sich an einem breit diversifizierten Portfolio, bestehend aus zehn Sektoren, die sich wiederum in unterschiedliche Branchen untergliedern. Für jeden Sektor bestimme ich eine vordefinierte Zielallokation. Diese Zielgröße verstehe ich als Bandbreite – eine Abweichung um plus/minus 1 Prozent ist daher kein Sakrileg. Dadurch versuche ich, einer zu starken Konzentration einzelner Sektoren vorzubeugen, soweit dies in der Praxis möglich ist.

Sektor nach Global Industry Classification Standard (GICS) Zielkorridor für Invest (in %) Status 30.6.2026 Aktuell investiert (in €)
Basiskonsum 15.0% 14.4% 9 505.08
Industrie 13.0% 12.7% 8 343.78
Finanzen 13.0% 14.6% 9 617.46
Gesundheitswesen 13.0% 12.6% 8 277.16
Informationstechnologie (IT) 13.0% 13.4% 8 842.09
Grund- und Rohstoffe 10.0% 8.5% 5 613.18
Nicht-Basiskonsum 8.0% 8.5% 5 564.64
Kommunikation 5.0% 4.7% 3 116.18
Versorger 5.0% 5.8% 3 806.47
Energie 5.0% 4.8% 3 145.38

Fällt ein Unternehmen in einen Sektor, der laut Zielallokation noch nicht übergewichtet ist, gilt der zweite Prozessschritt als „bestanden“ und ich fahre mit der Bestandsanalyse fort.

Momentan bin ich im Finanzsektor überinvestiert, d.h. vorerst keine weiteren Investments in BlackRock, CME & Co.

Dritter Schritt

Drittens habe ich mir als Regel auferlegt, nie mehr als 5 Prozent in einen Einzelwert zu investieren. Momentan trifft dies auf kein Unternehmen im Echtgeld-Portfolio zu. Im Folgenden liste ich die 5 Einzelwerte mit der höchsten Gewichtung nach investiertem Kapital auf.

Unternehmen Status
30.6.2026
Aktuell investiert
Rio Tinto 4.4 % 2 840.15
Zoetis 4.3 % 2 771.59
Microsoft 4.3 % 2 745.04
Nestlé 3.7 % 2 404.55
Unilever 3.5 % 2 272.23

Vierter Schritt

Ist dieses Kriterium ebenfalls erfüllt, betrachte ich im vierten und letzten Schritt die Bewertung. Hierbei ziehe ich den Enterprise Value (EV) als Ausgangswert heran. Diese Kennzahl setze ich ins Verhältnis zum operativen Ergebnis (vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen), ausgedrückt durch das EBITDA. Das ermittelte Ergebnis vergleiche ich mit dem Dreijahresdurchschnitt, um zu prüfen, ob sich derzeit ein geeigneter Zeitpunkt für eine Aufstockung der Position bietet oder eine Phase der Überbewertung vorliegt. Alternativ kann auch der EV ins Verhältnis zum Free Cashflow gesetzt werden. Bei Banken und Versicherungen verwende ich das Kurs-Buchwert-Multiple.

EP_Check_202607_Teil 1

EP_Check_202607_Teil 2

(Quelle: eigene Darstellung)

Veränderungen im Vergleich zum letzten Portfolio-Update:

Upgrades (0):

🟢 Leermeldung

Downgrades (8):

🔴 CME Group (Sektor-Übergewicht)

🔴 Münchener Rück (Sektor-Übergewicht)

🔴 Nestlé (Bewertung)

🔴 Partners Group (Sektor-Übergewicht)

🔴 (The) Home Depot (Bewertung)

🔴 Unilever (Bewertung)

🔴 Visa (Bewertung)

🔴 Waste Management (Bewertung)

Basierend auf den aktuellen Daten ergibt sich der folgende Status: Von den insgesamt 38 Unternehmen kommen 9 Werte für einen Nachkauf in Frage, da sie bei allen vier Kriterien im grünen Bereich liegen und den Check damit erfolgreich bestanden haben.


Meine Auswahlliste für den Juli

Im Folgenden meine Einschätzung zu den 9 Unternehmen – in gebotener Kürze:

  1. A. O. Smith (AOS): AOS gehört im fragmentierten US-Heimatmarkt zu den führenden Anbietern für Wassererhitzer und Boilersysteme. Der Dividendenaristokrat liegt nun über der Marke von 60 USD, bleibt aber ein aussichtsreicher Wert für einen Nachkauf.
  2. American Water Works (AWK): Die Übernahme von Essential Utilities soll bis spätestens Mitte 2027 abgeschlossen sein. Nach meiner Aufstockung im Februar bleibt der Wert ab einem Kurs von unter 125 USD weiterhin ein interessanter Kandidat für einen Nachkauf.
  3. Comcast (CMCSA): Nach dem Spin-Off der Kabelfernseh-Sparte „Versant“ plant das Management eine tiefergehende Restrukturierung, die ich in einem Review des ursprünglichen Investment Cases genauer analysieren möchte.
  4. Diageo (DGE.L): Der Wert befindet sich auf der Beobachtungsliste für die nächsten zwölf Monate. Gemäß meinem Regelwerk ist ein weiterer Nachkauf unter diesen Prämissen vorerst ausgeschlossen.
  5. McDonald's (MCD): Der Dividendenkönig kämpft mit einem herausfordernden Marktumfeld. Gering- und Mittelverdiener haben ihr Ausgabeverhalten angepasst und gehen seltener auswärts essen. Bei Kursen unter 270 USD, die wir im Juni bereits sahen, wäre ein weiterer Nachkauf erwägenswert.
  6. Microsoft (MSFT): Der Tech-Gigant hat sich im Kurs wieder deutlich von seinen Tiefstständen erholt. Meine Microsoft-Position ist mit exakt zehn Stück eigentlich voll. Eigentlich. Sollten wir Kurse unter 350 USD nochmals sehen, werde ich die Maximalgewichtung von 5 Prozent je Einzelwert bei Microsoft voll ausreizen.
  7. Nike (NKE): Der bekannte Sportartikelhersteller kommt operativ weiterhin nicht richtig in Schwung. Nachdem ich im April aufgestockt habe, nehme ich trotz der günstigen Bewertung von weiteren Nachkäufen Abstand.
  8. Roper Technologies (ROP): Dem Serial Acquirer haftet wie seinen Peers das Etikett des „KI-Verlierers“ an. Da ich in diesem Januar bereits meine Position aufgestockt habe, werde ich vorerst nicht nachkaufen. Obendrein gebe ich Microsoft innerhalb des IT-Sektors den Vorzug.
  9. Zoetis (ZTS): Der Kurs des marktführenden Herstellers von Tiermedikamenten hat enorm unter den gedämpften Wachstumsaussichten in Nordamerika gelitten. Nach meinen Nachkäufen in den vergangenen Monaten ist meine Bestandsposition in Zoetis voll ausgebaut.


Fazit

Aus meiner neun Werte umfassenden Auswahlliste treten für den Juli drei Titel klar hervor, die ich vorrangig für einen Nachkauf ins Auge fasse.

Ganz oben steht – wie schon im Juni – A. O. Smith. Anders als vor einem Monat notiert der US-Dividendenaristokrat inzwischen allerdings wieder oberhalb der 60-USD-Marke, sodass der ausgeprägte Bewertungsvorteil aus dem Juni etwas an Schärfe verloren hat. Aus dem defensiven Lager rückt American Water Works erneut in den Vordergrund. Trotz meiner Aufstockung im Februar hat der Versorger nichts von seinem Reiz eingebüßt und bleibt unterhalb von 125 USD ein klarer Nachkauf-Kandidat – zumal die geplante Übernahme von Essential Utilities, die bis spätestens Mitte 2027 abgeschlossen sein soll, die langfristige Wachstumsperspektive weiter stützt. Als dritten Prioritätswert führe ich McDonald's an. Beim Dividendenkönig werde ich unter 270 USD, wie wir sie im Juni bereits gesehen haben, beherzt nachkaufen.

Bewusst zurückhaltend bleibe ich bei den übrigen Werten. Bei Microsoft ist meine Position mit zehn Stück grundsätzlich komplett; erst ein erneuter Test der 350-USD-Marke, der sich derzeit nicht abzeichnet, würde mich die Maximalgewichtung von 5 Prozent voll ausreizen lassen. Nike, Roper Technologies und Zoetis sind nach den jüngsten Aufstockungen voll ausgebaut. Comcast nehme ich mir nach dem „Versant"-Spin-Off zunächst in einem Review des ursprünglichen Investment Cases genauer vor, ehe ich über weitere Schritte entscheide. Und Diageo bleibt gemäß meinem Regelwerk vorerst kategorisch außen vor.


Status Echtgeld-Portfolio

Unverändert befinden sich 38 Werte im Echtgeld-Portfolio. Die Liquiditätsreserve erhöhte ich auf nun 2.300 Euro. Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend: Erstens eine nicht vollausgeschöpfte Investment-Tranche im Juni und zweitens die vereinnahmten Dividenden im zweiten Quartal. Abonnenten meines Substack-Chats werden über alle Transaktionen im Depot sofort per Chat bzw. E-Mail-Benachrichtigung informiert.

Unter Berücksichtigung der üblichen GICS-Sektoreneinteilung der einzelnen Unternehmen ergibt sich die folgende Zusammensetzung nach vollem Ausbau des Depots:

Echtgeld-Portfolio_202601

Endausbaustufe des Echtgeld-Portfolios (Quelle: eigene Darstellung)

Dank der Lösung von parqet* kann ich mit überschaubarem Zeiteinsatz das Echtgeld-Portfolio auf meinem Blog abbilden. Gerade das Thema Allokation wird so übersichtlich dargestellt. Zudem gefällt mir das Dividenden-Dashboard mit der Darstellung der persönlichen Dividendenrendite und des Dividendenwachstums.

Hier findest du den Status per 30.6.2026 als Screenshot:

parqet_Echtgeld-Portfolio_20260630



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